Mit Solartechnik in die Zukunft – aber wann lohnt sie sich wirklich?

In Zeiten, in denen ein Atomausstieg heftig gefordert und diskutiert wird – und vor allem in Zeiten eines gesteigerten Umweltbewusstseins – ist ein Umstieg der Energieversorgung auf erneuerbare Energien eines der zentralen Themen der Gesellschaft. Eine der beliebtesten Techniken zur Energiegewinnung in Eigenregie ist dabei die Solartechnik. Mit Hilfe von Sonnenkraft kann zum einen Strom erzeugt werden und des Weiteren können die Sonnenstrahlen dazu genutzt werden, ein gesamtes Haus mit Wärme und warmem Wasser zu versorgen. Doch wann lohnt sich der Bau einer Photovoltaikanlage oder einer solarthermischen Anlage wirklich?

Photovoltaikanlage

Wer den Bau einer Photovoltaikanlage beabsichtigt, der muss für eine Größe von zehn Kilowatt Peak (kWp) mit circa 50.000 Euro rechnen. Das ist eine große Summe, die aufgebracht werden muss, in der jedoch auch Installation, Montage und Inbetriebnahme enthalten sind. Jedoch ist der lokale Energieversorger dazu verpflichtet, jede erzeugte Kilowattstunde abzunehmen und über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg mit einem bestimmten Betrag zu vergüten, der je nach Gemeinde bei circa 50 Cent liegt. Mit einer solchen Anlage eröffnet man also gleichzeitig ein Gewerbe, eine 10 kWp Anlage produziert circa 8000 kW pro Jahr, so dass der Betreiber 4000 Euro pro Jahr erstattet bekommt. Binnen von zehn Jahren kann die Anlage so also amortisiert werden, ab dann wird nicht nur der eigene Haushalt mit Strom versorgt, es kommt für mindestens weitere zehn Jahre sogar noch zum Gewinn.

Thermische Solaranlage

Im Vergleich dazu sind thermische Solaranlagen günstig, was die Anschaffung betrifft. Ein Einfamilien-Haushalt, der eine zusätzliche Heizungsunterstützung wünscht, zahlt für eine solche Solaranlage circa 10.000 Euro. Bei diesen Anlagen werden jedoch keine Unterstützungen von den Gemeinden gewährt, die Anlage wird nur zum Eigenbetrieb gebaut. Warmes Wasser und Heizung können jedoch von Mai bis September vollständig darüber bezogen und gesteuert werden, für den Rest des Jahres muss man jedoch auf Öl oder Gas zurückgreifen. Circa die Hälfte der üblichen Energiekosten können eingespart werden, so dass sich die Anschaffung einer solchen Anlage nach etwa fünf Jahren lohnt.

Ähnliche Beiträge:

Schlagworte:

Kommentieren